Fairtrade und Bio Mode
asos - the green room
Früher – so vor zwanzig bis dreißig Jahren – sah ökologisch hergestellte Mode eher zweckmäßig und robust aus. Ihre überwiegend gedeckten Farben verliehen dem Ganzen einen zarten Grauschleier. Die oft als Öko-Klamotten bezeichneten Kleidungsstücke waren meistens auf den ersten Blick als solche erkennbar. Ihr leicht tristes Aussehen vermittelte, dass ihren Trägern die inneren Werte einer Menschen achtenden und umweltgerechten Handlung mehr bedeuten als äußerer Schein.
Fairtrade
Längst hat sich das geändert. Öko-Mode ist eine bedeutende Handelssparte geworden, seit ihre Produzenten endlich erkannt haben, dass sich modischer Chic und ökologisches Bewusstsein keineswegs ausschließen müssen. Sie befreiten Öko-Kleidung aus ihrer ideologischen Ecke und führten sie erfolgreich auf dem Textiliensektor ein. “Fairtrade” Siegel garantieren die für einen ökologischen Fertigungsprozess relevanten einzuhaltenden Standards. Das Fairtrade Siegel ist Verbrauchern inzwischen von zahlreichen Alltagsprodukten geläufig. Zu beachten ist dabei die zusammengeschriebene Schreibweise des Namens, da unter der Variante “Fair Trade” auch nicht zertifizierte Unternehmen operieren. Weitere vertrauenswürdige Siegel sind “Naturtextil Best” und die “Importorganisation EZA”. Vergeben werden die Gütesiegel von der unabhängig tätigen “Fairtrade Labelling Organizations International (FLO)”.
Bio Mode
Bio Cotton by C&A
Jeder hat wohl eine Vorstellung, was Bio Mode ausmacht: Die verarbeiteten Stoffe enthalten keine schädlichen Rückstände von Industriedüngern oder beim Färben eingesetzten giftigen Chemikalien. Stattdessen wurde Naturdünger eingesetzt und mit Pflanzen gefärbt. Das stimmt, ist aber längst nicht alles. Am Beispiel Organic Cotton lässt sich das gut demonstrieren: Neben dem Einsatz von natürlichem Dünger wird auch der Boden geschont, indem der Fruchtfolgenanbau Berücksichtigung findet. Die Bewässerung geschieht so sparsam wie nötig, wobei eine ausreichende Humusschicht hilfreich ist. Tatsächlich kommt pflanzliche Färbung zum Einsatz. Industrielles Färben bringt neben seinen hochgiftigen Farbstoffen einen enormen Wasserverbrauch mit sich. Es gibt sogar Baumwolle, die in unterschiedlichen Tönungen heranwächst wie Beige- oder Gelbtönen, die gleich so verwendbar sind. Ferner erhalten die Bauern und Handwerker faire Arbeitsbedingungen inklusive gerechter Löhne und Verträge. Durch den pestizidfreien Anbau der Baumwolle sind die Beschäftigten keinen schädigenden Toxinen ausgesetzt. Kinderarbeit ist selbstverständlich ein Tabu. Eine umweltbewusste Bekleidungsherstellung schont also die Ressourcen der Umwelt und der Menschen.
Bio Mode Online kaufen
Bio Mode gibt es heutzutage in so vielen Stilen, dass jeder etwas nach seinem Geschmack findet. Einen Vergleich mit Designerkleidung braucht sie nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Viele bekannte Modeschöpfer haben Bio Mode in ihre Kollektionen aufgenommen. Aber egal, ob direkt vom Designer oder von der Stange, ganz billig kann ökologische Mode nicht sein, da sie einem aufwendigen Herstellungsprozess unterliegt. Ihre Zeitlosigkeit und Langlebigkeit jedoch relativiert diesen Preisunterschied zu konventioneller Bekleidung. Bio Mode ist auch online erhältlich, so unter www.greenality.de, faires-shirt.de oder www.almalovis.de. Aber auch Mainstream Modeketten wie C&A mit “Bio Cotton“, Asos mit “the green room” oder H&M mit “Conscious Collection” setzen auf umweltbewussten Materialien.
{ 2 comments }
Liebes Modinho Team,
schaut mal bei uns vorbei:
http://www.fair-queen.de
Wir verkaufen ausschliesslich nachhaltige Mode von inzw. mehr als 30 Designern. Alle Artikel wurden sozial und ökologisch korrekt hergestellt.
Euer FAIR QUEEN Team
Wir danken für die freundliche Erwähnung in diesem sehr informativem Artikel.
Macht bitte weiter so. Je mehr Leute verantwortungsbewusst konsumieren, umso besser wird unser aller Welt.
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